Die schönen Momente von Oberschwesterchens Schülerpraktikum

Wie ich bereits erwähnte gab es auch schöne und besonders schöne Momente in dem Krankenhaus am Rande des Fleckchen Landes, dem eine gute Krankenschwester damals noch täglich das Fieberthermometer ein steckte … und mit täglich meine ich täglich … grundlegend … sogar mehrfach wenn es sein musste … egal ob du chirurgisch oder internistisch lagst. Egal ob du tatsächlich eine Erkrankung, die mit Fieber einherging hattest oder ein Bein gebrochen … Fieber und Blutdruck messen gehörte dazu. Und da haben die Schwestern weder gefackelt noch diskutiert.

Was hatte ich ein Aufsehen zu den Frauen, die so mir nichts dir nichts auch die gestandensten Männer von der Notwendigkeit dieser Maßnahmen, mit bloßem Ton der Stimme und mit einem Blick, überzeugt hatten.

Aber von den gestandenen Männern, die ich ja jeweils nur einen Tag auf der Chirurgie und einem Tag auf der Internistischen erleben durfte, wieder zurück zu den Frauen in meinem Hauptbereich.

Tatsächlich hab ich in Woche 2 dann nämlich schon Schrittweise die Stationsküche auch für andere Maßnahmen wie das Betten putzen verlassen dürfen.

Ich durfte Frühstück verteilen/abräumen und morgens mit zur „Bettenrunde“.

Heißt übersetzt ganz einfach: Patientenkontakt!

Natürlich auf niedrigstem Niveau, aber für ein 15 jähriges, angehendes Oberschwesterchen ist das nicht nur Patientenkontakt – es ist die große weite Welt … die Welt der wichtigen, helfenden Krankenschwestern und ich mittendrin.

Okay … natürlich hab ich weder eine Pflegerunde, noch eine Medikamentenrunde (mein Gott, zurückgedacht war die Funktionspflege auf normalen Bereichen echter Bullshit) mitgemacht … und von einer Visite war ich noch ein paar Tage weg (wusste es da nur noch nicht).

Nein – Bettenrunde hieß nichts anderes wie: Eine Schwester, eine Schülerin und ich sind mit dem Pflegewagen von Zimmer zu Zimmer und haben Betten aufgeschüttelt, Laken glatt-  und Stecklagen neu bezogen. Ein frisches Glas und ein Fläschchen Wasser, über Nachttisch und Tisch gewischt – BitteDankeTschüss!

Wow …. ich war begeistert … ich habe den Menschen beim genesen geholfen!!!

Hatte ich  nicht schonmal erwähnt, dass ich es beeindruckend finde, mit welchen Dingen man mich damals noch beeindrucken konnte ?! *lach*

Nachdem ich wohl die nötigen Portionen Zurückhaltung und Einsatzbereitschaft gezeigt hatte, traute man mir zu auch andere „Runden“ zu begleiten. Schließlich stand ich völlig unauffällig an der Seite und störte nicht und blieb doch nicht untätig in wichtigen Momenten wie: benötigte Mülleimer suchen, Bettwäsche raus tragen / neue wieder mitbringen und ähnliches.

Also erlebte ich im laufe der Woche alle wichtigen „Runden“, die diese Station zu bieten hatte:

  • Weck-und-Medikamenten-Runde
  • Bettenrunde
  • Fieber-Blutdruck-„Wann war ihr letzter Stuhlgang“-Runde
  • CTG-Runde
  • Essenkarten-Ausfüll-Runde

Und ja, am Ende der Woche durfte ich dann auch, hatte ich meine Fähigkeiten in „Unsichtbar sein bis man deine Hilfe erwartet“ doch schon perfektioniert, an einer ärztlichen Visite teilnehmen.

Beeindruckend, womit…  Ach nee, hatten wir heute schon!

Natürlich verstand ich so gut wie nix! Aber egal… ich gehörte zur wichtigen Mannschaft in weiß … und war bestimmt ein ganz klitzekleinesbißchen nicht Unsichtbar.

In der dritten und letzten Woche erwartete mich dann eine besondere Überraschung.

Aber dazu erzähle ich ein anderes Mal weiter.

Gute Nacht Welt!

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