Ein neuer Bewohner zieht ein

Und es begab sich zu einer Zeit…..

… an der die Mitarbeiterin dem netten neuen Herrn anbot, erstmal einen Kaffee zu trinken.

Herr Behringer: „Oh, das ist gut. Gerne!“

Die eine der beiden anwesenden Pflegekräfte ging zwecks jagen und sammeln des gewünschten Kaffees.

Die andere unterhielt sich noch ein wenig mit Herrn Behringer über seine Speisen und Getränke Vorlieben.

Pflegekraft 2: „Und zum Frühstück? Mögen Sie da Tee oder Kaffee trinken?“

Herr Behringer: „Igitt! Ich trinke keinen Kaffee!“

Während die Pflegekräft 1 noch grenzdebil drein schaute, kam die andere mit dem Kaffee wieder.

Pflegekraft 1: „Bitteschön Herr Behringer!“

Herr Behringer: „mmmmhhhh – wie das duftet! Was ist das?“

Pflegekraft 1: „Schnuppern Sie nochmal! Das ist Kaffee.“

Herr Behringer: „Ach ja, Kaffee! Den mag ich gern!“

Sooo viel Arbeit, sooo wenig Zeit…

… ach und im übrigen:

Schafft euch Kinder an und andere Leute kümmern sich um die Füllung eures Terminkalenders.

Hallo Welt,

ich muss mich dringend mal wieder melden.
Ich denke jeden Tag daran!
Ich schicke jeden Abend wünsche in den Himmel!

Aber mein Karma muss wohl kurz vor „du wirst zur Ameise“ stehen.

Wenn es nicht so wäre, dass hätte ein liebes Schicksal / ein netter Gott / in lächelnder Buddha oder wie sie auch immer alle heißen mögen, meinem Tag schon längst 12 Stunden mehr geschenkt!

Und meine geheime Dornröschenwoche, wo alles still steht und nur ich für eine Woche weiterarbeiten kann, hab ich auch noch nicht bekommen.

Das ist doch wohl wirklich nicht zu viel verlangt *schmoll*

Was in letzter Zeit alles passiert ist wollt ihr wissen?

Kind groß kommt in der Jungs-Pupertät an *örks*! Ich muss jetzt viiiiieeeeeel lernen!
Umgangsregeln:
1. Halt dich aus dem Pumakäfig fern wenn dir dein Leben lieb ist!
2. Schalte das W-Lan aus, wenn du willst, dass er zum Abendessen erscheint.
3. Versuche wenigstens ab und zu, mit angehaltenem Atem am besten, nach zu sehen, ob er noch lebt, von allein kriegst du ihn nämlich nicht mehr zu Gesicht. W-Lan ausschalten klappt wahlweise, sollte selbst das Luft anhalten nichts mehr bringen.

Kind klein ist ebenfalls, zumindest der Großschnäuzigkeit nach, richtig angekommen in der Pubi-Phase *nerv*. Es gibt Tage, da ist selbst die Aussicht auf „lebenslänglich“ nun nicht mehr die unattraktivste.
Kleine Spruchauswahl gefällig?

OSH: „KindKlein sprich nicht in diesem Ton mit uns!“
KindKlein (in mindestens ebenso, eher noch schlimmeren Tonfall): „Ich sprech doch ganz normal!!!!“

OSH: „Du brauchst gar nicht immer das letzte Wort haben wollen!“
KindKlein: „Woher soll ich denn wissen, dass du nix mehr sagen willst?!“

Und natüüüüüürlich ist immer die Mama Schuld, wenn die Kinder Termine über Schule oder Hobby haben, diese sich mit anderen Termin überschneiden und man sich für eins entscheiden muss. Wieso hab ich auch noch keine Taschenuhr ala „Hermine Granger“ angeschafft! Und das OSHchen versucht dann auch noch sich und die Kinder zu teilen, damit man es überallhin schafft.

Schuld bin ich übrigens auch an folgenden Dingen:
-sich nicht selbst reinigende Wäsche
-sich nicht selbst aufräumende Zimmer
-sich nicht selbst lernende Vokabeln und Formeln
-diversen Hausaufgaben
-nicht schnell genug wachsenden Haaren (KindKlein)
-zu schnell wachsenden Haaren (KindGroß)
-schlechtem W-Lan Signal

Liste beliebig fortführbar!

Im Heimchen läuft auch jede Menge an.
Es gibt neu einzuführende Expertenstandards des MDS.
Einzuführende entbürokratisierte Dokumentationsformulare.
Neue Bewohner und damit vorhergehende verstorbene Bewohner.
Es gibt den Heimbeirat, der auch so manches mal wieder tagte und uns zum schmunzeln brachte.
Es gibt neue Mitarbeiter und eine anstrengende Suche vorher.

Es gibt also vieles zu erzählen.
Und damit wären wir wieder bei dem bösen, bösen Schicksal…

… das kann doch nicht zuviel verlangt sein, oder?!

Liebe grüße in die Welt,

Eure Oberschwester Hildegard