Umstellung …

…vom Schüler zum arbeitendem Volk.

Etwas zum schmunzeln.

 

Jaaaaa, die Umstellung ist erstmal nicht ohne.

Als Schüler hast du immer 5 Tagewoche.

Stehst, wie in meinem Fall damals irgendwann zwischen halb sieben und sieben auf.

Sitzt Mathe, Englisch Deutsch und weiteren Kram auf einer Arschbacke ab. Hast um 14:00 Uhr Feierabend und Heimweg schon hinter dir.

Die Hausaufgaben macht man spärlich selbst, ansonsten gibt es ja noch den Busweg am nächsten Morgen zum abschreiben.

Ständig Ferien.

 

Und nun willst du mit den Großen mitspielen. Gehst arbeiten.

 

Das OSHchen ging also erstmal 6 Wochen in die Krankenpflegeschule. Das war zur Eingewöhnung ganz nett. Wecker klingelte weiter zu dieser echt netten Zeit – 07:00 Uhr. Der Unterrichtstag war dann aber auch erst um 16:00 Uhr fertig, da brauchte es dann doch schon eine zweite Arschbacke.

Nur war das mit den Hausaufgaben jetzt auch nur noch alleine machbar. Also nach 16:00 Uhr noch weiter mit der Nase in die Bücher.

Aber noch war es zumindest weiter eine 5 Tagewoche.

 

Nach diesen 6 Wochen ging es dann in die praktischen Einsätze.

5,5 Tagewoche, das schloss also alle 14 Tage ein Dienstwochenende ein. Manchmal bedeutete das auch, dass man 11 Tage am Stück arbeiten musste. Dazwischen i.d.R. 2 Schultage die Woche inkl. allem Klausurkram und der Lernerei dazwischen.

Der Wecker klingelte jetzt ganze 2 Stunden früher. Um 6:00 Uhr war schließlich Dienstbeginn.

Außer man hatte Spätdienst, aber dann war man stattdessen eben auch erst um 22:00 Uhr daheim.

Der erste Urlaub stand erst am Ende der Probezeit an. Das hieß: vom 01.10. bis 15.03. arbeiteten wir die komplette Probezeit durch – bis auf die freien Tage im Monat, klar.

Und so kam der 14.03.99 im Leben des OSHchens in spe.

Dieser Tag war Tag 10 im Frühdienst am Stück auf dem Dienstplan des OSHchens in spe.

Das Ochsten in spe war am Ende der Schicht müde. Sehr müde!

Ich fiel in meinem Wohnheimzimmer aus der Dienstkleidung und landete im Bett.

Dort lag ich dann und schlief, bis ich irgendwann von alleine wieder wach wurde.

Ein Blick auf die große Bahnhofsuhr über der Tür brachte die nackte Panik! 06:45 Uhr!!!

Ich sprang auf, schlüpfte in die achtlos am Boden liegende Dienstkleidung, steckte mir während dessen die Zahnbürste in den Mund (zum ersten Mal war ich froh um die Waschbecken Ecke im Zimmer) und kämmte mir mit der anderen Hand die Haare.

Auf dem Weg zum Aufzug band ich mir die Haare zusammen.

Im Stechschritt ging ich über den Hof… es dämmerte schon….

Oben auf der Station angekommen ging ich mit Schuldbewusstem Blick ins Dienstzimmer, nicht ohne umgehend einen wasserfallartigen Schwall an Entschuldigungen los zu lassen.

Die Schwestern guckten mich nur an.

Irgendwann unterbrach mich eine und meint:

„Mädchen, lass gut sein! Geh jetzt heim, leg dich wieder ins Bett, schlaf nochmal ein paar Stündchen und morgen früh bist du dann pünktlich da. Du bist nicht zu spät. Dein Dienst beginnt in ca. 11 Stunden!“

 

Mit hochrotem Kopf ging ich wieder ins Wohnheim. Zum Abschied am nächsten Tag erntete ich viele Lacher 🙂

 

Wer den Schaden hat, hat braucht eben für den Spot nicht zu sorgen!

 

Gute Nacht Welt,

Euer OSHchen

 

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